Individualpsychologie
Individualpsychologie hilft zu verstehen, warum wir denken, fühlen und handeln, wie wir es tun – und wie wir neue Wege gehen können. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Grundideen hinter diesem Ansatz stehen:
Auf welchen Menschen geht die Individualpsychologie zurück?
Die Invididualpsychologie geht auf Alfred Adler (1870 - 1937) zurück. Adler wurde in einem Vorort in Wien geboren und als vierjähriger Junge verstarb er beinahe an einer Lungenentzündung. Dies spornte ihn an, Mediziner zu werden.
Später widmete er sich der Psychologie und Psychotherapie. Mit diesem Wandel schloss er sich der Mittwochsgesellschaft (Diskussionskreis) von Sigmund Freud an. Neun Jahre später trennten sich ihre Wege und Adler ging seinen Pfad der Individualpsychologie. Adler war stets wissenschaftlich und klinisch engagiert und wollte sein Wissen der Allgemeinheit zugänglich machen. Aufgrund politischen Ereignissen emmigrierte die Familie von Adler und er lehrte in den USA weiter. Auf einer Vortragsreise in Europa verstarb Adler.
Die Individualpsychologie von Adler gehört zu einer der klassischen Tiefenpsychologien. Als weitere gelten die Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Analsystischen Psychologie nach C.G. Jung.
«Der Mensch weiss viel mehr, als er versteht.» (Alfred Adler)
Welche zentralen Verständnisse beinhaltet die Individualpsychologie?
Das Wort Invidiualpsychologie geht auf das lateinische Wort "individuum/individere" zurück, welches "das Unteilbare" bedeutet. Die Individualpsychologie betont das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, welche zu unserem Erleben und Handeln führen sowie betont die Ganzheitlichkeit des Menschen, Körper-Seele-Geist -> eine untrennbare Einheit.
Adler versteht den Menschen als soziales Wesen, welches einer Gemeinschaft zugehörig sein will. Zentrale Grundgedanken der Individualpsychologie sind:
- Ganzheitlicher Blick auf den Menschen
- Gutes im Menschen
- Ermutigung als Grundhaltung
- Ziel- und Zukunftsorientierung
- Subjektive Weltanschauung
- Eigenverantwortung und Selbstbestimmung
- Soziale Gleichwertigkeit (Gemeinschaftsgefühl) stärken
- Analsyse des Lebensstil (Entwicklung von Mustern, welchen wir in unserem Leben folgen)
- Minderwertigkeitsgefühle und Kompensationen
- Bedeutung von Position in Familie sowie Geschwisterreihenfolge
- Bedeutung Kindheitserfahrungen und frühe Erinnerungen
Diese zentralen Elemente dienen als Beratungsgrundlage.
